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Beiträge in der Rubrik 

Stilfiguren

vatikan, Allie_Caulfield©Flickr

In petto nicht „Im Petto“ – Nicht wahr?

12. Juni 2009 | Von Maximilian Fuhrmann
Heute haben wir eine weitere Redewendung im Fokus, das Wort „in petto“, das nicht nur durchgängig kleingeschrieben wird, sondern auch keine Dativkonstruktion im deutschen Sinne, die ein „im“ zulässt, erfordert, da es ein fremdsprachliches Wort ist. mehr...
Gehirn flickr Brain_Blogger

Gedächnis oder Gedächtnis

1. April 2009 | Von Maximilian Fuhrmann
Oft leidet unser Gedächtnis ja, besonders wenn wir unter Stress stehen. Es sollte aber niemals so schweren Schaden nehmen, dass wir gar das „t“ darin vergessen und anstatt Gedächtnis einfach „Gedächnis“ schreiben. mehr...

Das Festival des Dativ-E

2. Januar 2008 | Von Klaus Jarchow
Zu den Schreckenstagen jedes Schreibers gehört die Vorweihnachtszeit. Denn der Kunde braucht da 'mal eben noch schnell' einen Text für seinen überaus originellen Weihnachtsgruß, stets mit der Betonung auf 'originell'. Und dem unweigerlichen Nachsatz: 'Aber seriös muss alles sein'. Woher aber soll man nach 2.000 Jahren Schreibtätigkeit in Sachen Christi Geburt noch unverbrauchte Textbausteine nehmen? Glücklicherweise - allerdings nur für mich - textet oft der Chef zu solchen Gelegenheiten selbst. Wenn's dem wiederum so richtig feierlich in seinem LehnstuhlE wird, dann schlägt die große Stunde des Dativ-E: mehr...

Metaphern sind Glückssache

17. Dezember 2007 | Von Klaus Jarchow
In der großen Koalition steppt mal wieder der Bär. Das kennen wir ja schon. Hier wollen wir auch gar keine große Politik erörtern, sondern das, was passiert, wenn mit einem Politiker die Sprachgäule durchgehen: mehr...

Präpositionen

26. November 2007 | Von Klaus Jarchow
Es ist eine kleine, verhältnismäßig unbeachtete Wortart. Die Präpositionen - "auf", "unter", "während", "hin und her", "in", "bei", "nach" usw. - stellen klar, in welchem zeitlichen oder räumlichen Verhältnis das Satzgefüge zueinander steht. Sie tragen also - trotz ihrer Unscheinbarkeit - wesentlich zur Klarheit und Verständlichkeit unserer Sätze bei. mehr...

Im Detail

21. November 2007 | Von Klaus Jarchow
Details kann man nicht erfinden. Gerade die bezeichnenden kleinen Einzelheiten eines Textes sind Resultate der Beobachtung, des Dabeigewesenseins oder auch des Quellenstudiums. mehr...

Warum PR und Zielgruppen sich nie begegnen

28. Oktober 2007 | Von Klaus Jarchow
Wer hierzulande Linguistik oder Kommunikationswissenschaften studiert, weil auf dieser Basis später die lukrativen Jobs in den PR- und Content-Agenturen erblühen, der hat über sein zentrales Thema, über die ‚Sprache', vielleicht gelernt, dass es keine richtige oder falsche Sprache gibt, sondern nur die Sprache(n) der jeweiligen Zielgruppe. Diese Sprachen aber auch wie ein 'Eingeborener' zu sprechen, das haben die Absolventen nie gelernt. mehr...

Nochmals "Wants" und "Needs"

15. Oktober 2007 | Von Klaus Jarchow
Nicht nur Personen können zu "Helden" eines Textes werden. Auch Firmen und Organisationen gehorchen dramaturgíschen Gesetzen, den "Wants" und "Needs" der erzählerischen Entwicklung. Für PR-Leute ist das vielleicht ganz interessant. mehr...

Wahre Helden

14. Oktober 2007 | Von Klaus Jarchow
An einem erzählenden Text fasziniert die Handlung weniger. Es ist der Held, der uns in seinen Bann zieht. Mit ihm identifizieren wir uns, mit ihm erleben wir ein Probehandeln, seine Entwicklung muss dabei nachvollziehbar sein. Wobei das Wörtchen "Entwicklung" das Problem benennt: Nichts ist schlimmer als ein fertiger Instant-Held, aus dem "nichts mehr werden" muss. mehr...

Der eingeschränkte Superlativ

9. Oktober 2007 | Von Klaus Jarchow
Ich schreibe jetzt "einen der blödsinnigsten Artikel" für dieses Blog. Und die Werbung hat mal wieder schuld. mehr...

Dabbeljuh?

24. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Dass die Engländer und Amis ihren Buchstaben W als 'Dabbeljuh' bezeichnen, das wollte mir nie recht in den Kopf. Obwohl es klanglich zum derzeitigen Präsidenten natürlich gut passt. Doch ansonsten? Das Doppel-U kommt weder klanglich noch grafisch einem W nahe, denn die Bögen sind nicht rund, sondern eckig und auch zwei U's hintereinander klingen noch längst nicht wie dieser Wischlaut 'W'. Wenn schon, dann also höchstens Doppel-V oder "Dabbelwee". Dachte ich. mehr...

Ein Textmodul zum Thema ‘Module’

14. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Was dieses allgegenwärtige Wort ‚Modul’ eigentlich sei, wenn man sich darunter wirklich mal etwas vorstellen wolle, das verlangte ein Freund gestern zu wissen. Wir wälzten also diverse Nachschlagewerke und googelten uns dumm und dämlich , um zum Resultat zu kommen, dass es sich wohl um ‚ein kleines Irgendwas’ oder ein ‚Schrumpf-Dingsda’ handeln müsse. mehr...

Inhalt gnadenlos überschätzt

26. August 2007 | Von Klaus Jarchow
Eine gute Handlung erträgt viele Inhalte. Aus Nestroys Komödien wurden amerikanische Musicals wie 'Hello Dolly', der 'Werther' zog einen ganzen Rattenschwanz von ebenso liebes- wie todessüchtigen Nachahmern nach sich. Damit es nicht so auffällt, spricht die Literatur übrigens meist nicht von Plagiaten, sondern von 'Motiven'. Das aber interessiert uns hier nur am Rande, hier geht's um Hitchcock. mehr...

Das Detail

21. August 2007 | Von Klaus Jarchow
Von der Handlung lebt gute Literatur eher selten: Im Hotel 'Zauberberg' liegen die Lungenkranken den ganzen Tag auf dem Balkon herum, und sie reden und reden und reden. Auch ob Old Shatterhand nun die Nscho Tschi noch rechtzeitig vom Marterpfahl befreit oder nicht – das ist allenfalls für die 12-jährigen und ihre Heldenträume interessant. Dagegen lebt ein guter Text immer vom Detail – von der ansteckenden Lust des Autors an ausführlicher Beschreibung. Selbst dort, wo es 'nur' um einen Kojoten geht. mehr...

Ehrlichkeit ist regional

15. August 2007 | Von Klaus Jarchow
Wieder so eine aparte Zusammenstellung in der Überschrift, denkt sich vielleicht mancher. Dabei ist der Zusammenhang noch nicht einmal sonderlich konstruiert. Anders gefragt: Wann sagen wir eigentlich, dass ein Text ehrlich sei? mehr...

Die Stimme im Text

22. Juli 2007 | Von Klaus Jarchow
Jeder Text ist in Lautschrift verfasst - jeder Buchstabe kodiert einen ganz bestimmten Klang. In den Lettern, die wir in die Tastatur hämmern, steckt immer eine menschliche Stimme. Wer das vergisst, schreibt einen schlechten Text. mehr...

Zeilenschinden - aber richtig!

15. Juli 2007 | Von Klaus Jarchow
Dem Passiv wird so viel Übles nachgesagt: Bürokratisch sei es, unverständlich, und es besitze die emotionale Anmutung eines Eisbergs. Das ist alles richtig – aber das Passiv hat eben auch gute Seiten: Man kann mit ihm beispielsweise hervorragend Zeilen schinden. mehr...

Die Klimax

24. Juni 2007 | Von Klaus Jarchow
Mit der Steigerung, der Klimax, lassen sich verblüffende rhetorische Wirkungen erzielen. Auch Witz und Paradox gedeihen an den steilen, meist dreistufigen Hängen dieser Stilfigur. mehr...

Last Exit: Passiv

13. Juni 2007 | Von Klaus Jarchow
Dass die 'Leideform' Verantwortlichkeiten verwischt und die Verhältnisse 'umkehrt', das wissen die meisten aus dem Unterricht. 'Die Verantwortung wurde delegiert' sagt der Beamte, und er hat beides, die berechtigten Fragen nach dem 'Von wem?' und dem 'An wen?', mit Hilfe der Tarnkappe des Passiv gekonnt umschifft. mehr...

Der Plural maiestatis

9. Juni 2007 | Von Klaus Jarchow
Es gibt Menschen, die behaupten, der höfische 'plural maiestatis' sei mit der Adelsherrschaft ausgestorben: Kein Mensch würde schließlich noch 'Euer Majestät' sagen. Oder: 'Wir, König von Gottes Gnaden'. Diese Leute sollten sich ihre Ohren durchputzen. mehr...

Der Stil kennt keinen Plural

4. Juni 2007 | Von Klaus Jarchow
Die Agentur 'reinsclassen' aus dem Umfeld der Hamburger 'Texterschmiede' propagiert seit einiger Zeit das Konzept einer 'Corporate Language'. Ein eigenständiger 'Stil', gegründet auf einen begrenzten Set von Wörtern und Textbausteinen, soll Unternehmen im sprachlichen Bereich jene erwünschte Unterscheidbarkeit geben, wie sie schon bei der benachbarten Gestaltung, beim 'Corporate Design', unschätzbare Dienste leistet. Wir könnten dann Coca Cola und Pepsi Cola auch durch ihre Sprache identifizieren und auseinander halten. Schöner Ansatz, der zunächst auch ganz plausibel scheint - er kann aber nicht klappen. mehr...

Den Kopf entrümpeln

13. Mai 2007 | Von Klaus Jarchow
So modern wir auch zu sprechen trachten - gerade auf dem Gebiet der Bilder, auf dem der 'Metaphern', ist die Sprache eine große Traditionalistin. Wo immer jemand Karriere macht, da suchen wir mit der Bildwelt aus Opas Kavallerietagen im Kopf dann den passenden 'Steigbügelhalter' für seinen Erfolg. Aber bestimmt keinen ökonomisch gesinnten 'Kapitalgeber' - oder auch nur einen 'Sugar Daddy'. mehr...

Sie klauen wie die Raben!

13. Mai 2007 | Von Klaus Jarchow
Wobei dies vermutlich eine Beleidigung des schwarzen Federviehs ist. Wenn du aber einem Schriftsteller die Hand gibst, dann zähle anschließend, ob du noch alle Finger an der Hand hast. mehr...

Ist es denn die Möglichkeit?

9. April 2007 | Von Klaus Jarchow
Manche Leute scheuen den Konjunktiv der Möglichkeit wie der Teufel das Taufbecken - um mal eine alte Redensart durch eine bessere Alliteration zu ersetzen. Warum denn nur? mehr...

Platt ist gar nicht platt

6. April 2007 | Von Klaus Jarchow
Dass ich aus einer Gegend komme, wo man morgens schon sieht, wer nachmittags zum Kaffee kommt, ist bekannt. Und die Herkunft färbt natürlich auch die Sprache ein ? mehr...
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