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Beiträge in der Rubrik 

Kasperköppe

Kulturschrott

13. Januar 2008 | Von Klaus Jarchow
Wenn der Rezensent sich um Authentizität bemüht, ohne authentisch zu sein, und das auch noch im Bereich des "Pop-Journalismus" - dann sind Katastrophen nahezu unausweichlich (bloß woran liegt's?): mehr...

Der Nullsatz

10. Januar 2008 | Von Klaus Jarchow
‚Nullsatz’ nenne ich einen Satz, der einen Text entweder nicht weiterführt oder unter dem sich niemand etwas vorzustellen vermag. Somit unterscheidet er sich klar vom gewöhnlichen ‚Geschwalle’ oder ‚Aufbrezeln’, wodurch Alltagswissen oder absolute Banalitäten zum bloßen Imponier-Popanz aufgeblasen werden: „Das Denken ist eine dem Menschen immanente Tätigkeit, die aus der mentalen Produktivkraft des neuronalen Systems entspringt“. Der Nullsatz dagegen, der sperrt sich gleich gegen jegliche Anschaulichkeit. mehr...

Nicht vorenthalten …

8. Januar 2008 | Von Klaus Jarchow
... wollte ich euch meine frisch erworbenen Photoshop-Fähigkeiten: mehr...

Der innere Kommentar

4. Januar 2008 | Von Klaus Jarchow
Ich weiß auch nicht, woher ich weiß, dass es sich wohl um ein Willi-Wichtig-Treffen handeln muss, wenn der beworbene Rummel 'Future of Communication' heißt. Es könnte an diesem hölzernen Englisch liegen oder an anderer Wortgarnitur ... jedenfalls ist der innere Kommentar dann, wenn's an den Nerven zerrt, eine gute Vorstufe zu jeglicher Form von Kritik. Auch, wenn dieser Kommentar eigentlich noch nicht druckreif ist. Sei's drum. mehr...

Opium und Romantik

29. Dezember 2007 | Von Klaus Jarchow
Erzkatholisch sein und den halluzinogenen Drogen zugewandt - sobald jemand ein wenig über Marienerscheinungen nachdenkt, und über Wasser, das sich in Blut verwandeln kann, überrascht es ihn nicht, dass lange vor jeder Drogengesetzgebung diese doppelt spirituelle Kombination in Umbruchzeiten unter Intellektuellen endemisch war. mehr...

Sprachgefühl

25. Dezember 2007 | Von Klaus Jarchow
Unser Sprachgefühl entwickelt sich nicht im stillen Kämmerlein. Man muss schon hinausgehen ins tosende Leben, um es durch Erfahrung zu erwerben. mehr...

Gute PR-Texte in fünf Minuten.

16. Dezember 2007 | Von Klaus Jarchow
Beachten Sie einfach die folgenden zehn Regeln, wenn Sie gute PR- Texte schreiben wollen. mehr...

Heute schon geschwurbelt?

12. Dezember 2007 | Von Klaus Jarchow
«Was meinst du eigentlich mit "Schwurbel"?» fragte mich jemand per E-Mail. Nun - diese sprachliche Neuschöpfung bezeichnet ziemlich genau das, was Dieter E. Zimmer mit Blick auf die Psychoanalyse einst "Tiefenschwindel" nannte, nur nicht aufs werte Ich, sondern aufs Philosophisch-Welterläuternde bezogen. mehr...

Schon seltsam - dies Eszett

6. Dezember 2007 | Von Klaus Jarchow
Recht betrachtet, ist der Buchstabe ß gar keiner. Er zählt zu den zusammengesetzten Zeichen, den "Ligaturen", wie die Setzer sagen. Er wurde aus den Buchstaben s und z zu einem Zeichen zusammengefügt, weil das Setzen dann schneller ging. Ferner gibt es dieses Eszett nur im Deutschen. mehr...

Bullshit-Bingo

24. November 2007 | Von Klaus Jarchow
Wenn jemand aus Gründen der Angeberei so redet oder schreibt, wie es kein normaler Mensch jemals tun würde, dann haben wir es bekanntlich mit "Bullshit" zu tun. Da dieser Bullshit wiederum den Gesetzen der Mode unterliegt, können wir mit dem Text einer solchen Quasselstrippe "Bullshit-Bingo" spielen. Die Teilnehmer streichen einfach aus den "Buzz Words" dieses "Keynote Speakers" alle diejenigen Begriffe heraus, die von einem Effekthascher auch zu erwarten waren, weil sie schlicht unverständlich, hohl oder trendy sind. Wer zuerst auf seinem Zettel zehn (?) dieser Begriffe ankreuzen kann, darf laut "Bingo!" rufen, auch wenn der sabbelnde Trend-Junkie diesen Zwischenruf als Lob für sich betrachten wird. mehr...

Nichts reimt sich auf Mensch

21. November 2007 | Von Klaus Jarchow
Aussagen dieser Art sind nicht selten. Genau 393.000 Treffer liefert Google für eine veraltete Aussage, die längst nur noch Sprachpuristen überzeugt. Und Leute, die nicht nachgedacht und herumprobiert haben. mehr...

Unangefochten …

1. November 2007 | Von Klaus Jarchow
... rangieren einige Nullwörter ganz weit oben auf der Liste scheinbar unverzichtbarer journalistischer Allwetterwaffen. mehr...

Erfinderisch!

26. Oktober 2007 | Von Klaus Jarchow
Wenn's darauf ankommt, haben alle Menschen erzählerische Phantasie. So war gestern ein befreundeter Arzt zu Besuch, der über die Ursache angesengter Steerte sprach. Gleich zwei Fälle "rektaler Verbrennungen" hätten im letzten Monat die Notaufnahme seiner Klinik aufgesucht. mehr...

Die Welt hat schuld, dass ich ein Schwein bin!

8. Oktober 2007 | Von Klaus Jarchow
Da schreibt sich also jemand mehrmals täglich Dellen in den Charakter - und dann will er das gar nicht gewesen sein. Wie Schwedens Blog-Gott Alex Schulman, der jetzt zur schluchzenden und barmenden Heulsuse mutiert. mehr...

Süß!

5. Oktober 2007 | Von Klaus Jarchow
Da hasst also jemand die Grammatik (angeblich). Und dabei versteigt er sich zu Satzkonstruktionen, die ohne solide Grammatikkenntnisse gar nicht möglich wären. mehr...

Der Problematikus

29. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Heute möchte ich mal das Wörtchen "problematisieren" problematisieren. Gebraucht wird es zumeist von schlipstragenden Innovationsbremsen, die diese Äußerung, die ich hier traf, auch sofort wieder problematisieren würden, weil sie "nicht in jedem Einzelfall" zutrifft.. mehr...

Warum, warum, warum?

26. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Warum können vor allem unsere Großkommunikatoren nicht schreiben? Das hier ist doch immerhin der Geschäftsführer von 'news aktuell' höchstselbst, einer keinesfalls zu unterschätzenden Nachrichtenagentur. mehr...

Text- und Bildschiene

22. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Text und Bild sollten eine Einheit bilden. Wenn sie sich gegenseitig ein Bein stellen, geht's zumeist dumm aus. Wie in diesem schönen Beispiel, das mir die VHV Versicherungen gestern zusandten. Bitte anschnallen: mehr...

Nichts ist nichtssagend

13. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Natürlich gibt es die so genannten Phrasen, Leerformeln und Nullsätze. Ein Irrtum ist es jedoch zu glauben, diese gelutschten Drops würden nichts über die Gesprächssituation aussagen. mehr...

Professionelle Unprofessionalität

8. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Es gibt Redewendungen, die kann ich einfach nicht mehr hören: Die 'Kompetenz' der Systemlösungen, das 'maßgeschneiderte' Angebot, die 'Individualität' der Dienstleistungen. Nicht nur ich, viele wenden sich inzwischen angewidert vom hochgeschäumten Sprachgebrauch des Euphemismus-Gewerbes ab. Das Wort 'professionell' spielt sogar ganz weit oben in dieser Bullshit-Liga, weil es ständig 'unprofessionell' angewendet wird. mehr...

Äußerlichkeiten

4. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Wodurch charakterisiere ich eine Person? Ganz klar – durch ihr Wesen und durch die Art, wie sie handelt und spricht. Erkenne ich dieses Wesen aber an seinem Aussehen? Die eindeutige Antwort lautet nein – die Literatur lebt geradezu von jenen Figuren, wo sich das Äußere und das Wesen widersprechen: Der Prinz und der Bettelknabe, Die Elenden, Felix Krull, Der Mann ohne Eigenschaften usw. mehr...

Eine Behauptung ist noch kein Faktum

7. August 2007 | Von Klaus Jarchow
Durch Selbstbeweihräucherung entsteht keine Edelsalami, sondern Reinigungsbedarf. Auch in den Public Relations ist das wechselseitige Lob keine Garantie für vermehrtes Leseinteresse. mehr...

Sind Frauen wirklich so?

7. August 2007 | Von Klaus Jarchow
Bei uns in Bremen ist – wie übrigens in jedem Jahr – das neue ‚Frauen-Branchenbuch’ erschienen. Durchaus mit einigen sprachlichen Besonderheiten. mehr...

Zu viel Vögele ist auch nicht gut

26. Juli 2007 | Von Klaus Jarchow
Der Papst des Direktmarketing heißt Siegfried Vögele. Der empfiehlt Hauptsätze. Nebensätze dürfen in einem Text gar nicht mehr vorkommen. Denn dafür ist der Leser entweder zu gestresst oder zu doof. Dies 'Entweder-oder' im Satz zuvor war schon eine intellektuelle Überforderung. Und so klingen Texte à la Vögele dann: mehr...

Literarisches Bemühen und Lesekommentar

24. Juli 2007 | Von Klaus Jarchow
Gefährlich ist es, den Leser zu unterschätzen. Der liest nicht nur das, was der Schreiber will, der Leser macht sich seine eigenen Gedanken. Ein schlechter Text wird dann zum Schuss ins Ofenrohr. Am Beispiel der Bloggeria zur ‚Literarischen Zukunft Deutschlands’ will ich das dialogische Prinzip, das jeden Text regiert, deutlich machen. mehr...
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