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Beiträge zum Stichwort 

Stil

esel, faith goble©Flickr

besser Wisser

dilletantisch oder dilettantisch? Entlarvender Schreibfehler

24. Januar 2010 | Von Maximilian Fuhrmann
Wenn man „dilettantisch“ als Wort benutzt, und es dann als „dilletantisch“ falsch schreibt, läuft man Gefahr, der Wortbedeutung genau zu entsprechen. mehr...

Stilfiguren

Das Festival des Dativ-E

2. Januar 2008 | Von Klaus Jarchow
Zu den Schreckenstagen jedes Schreibers gehört die Vorweihnachtszeit. Denn der Kunde braucht da 'mal eben noch schnell' einen Text für seinen überaus originellen Weihnachtsgruß, stets mit der Betonung auf 'originell'. Und dem unweigerlichen Nachsatz: 'Aber seriös muss alles sein'. Woher aber soll man nach 2.000 Jahren Schreibtätigkeit in Sachen Christi Geburt noch unverbrauchte Textbausteine nehmen? Glücklicherweise - allerdings nur für mich - textet oft der Chef zu solchen Gelegenheiten selbst. Wenn's dem wiederum so richtig feierlich in seinem LehnstuhlE wird, dann schlägt die große Stunde des Dativ-E: mehr...

Kasperköppe

Bullshit-Bingo

24. November 2007 | Von Klaus Jarchow
Wenn jemand aus Gründen der Angeberei so redet oder schreibt, wie es kein normaler Mensch jemals tun würde, dann haben wir es bekanntlich mit "Bullshit" zu tun. Da dieser Bullshit wiederum den Gesetzen der Mode unterliegt, können wir mit dem Text einer solchen Quasselstrippe "Bullshit-Bingo" spielen. Die Teilnehmer streichen einfach aus den "Buzz Words" dieses "Keynote Speakers" alle diejenigen Begriffe heraus, die von einem Effekthascher auch zu erwarten waren, weil sie schlicht unverständlich, hohl oder trendy sind. Wer zuerst auf seinem Zettel zehn (?) dieser Begriffe ankreuzen kann, darf laut "Bingo!" rufen, auch wenn der sabbelnde Trend-Junkie diesen Zwischenruf als Lob für sich betrachten wird. mehr...

Allgemein

"Schönschreiber!"

15. September 2007 | Von Klaus Jarchow
Ein Schimpfwort war dies unter den Redakteuren in den 90er Jahren. Ein echter Kerl, der ging auf Recherche, er telefonierte herum, und haute dann seine Story aufs Papier. Weshalb lange formulieren? mehr...

Stilfiguren

Der Stil kennt keinen Plural

4. Juni 2007 | Von Klaus Jarchow
Die Agentur 'reinsclassen' aus dem Umfeld der Hamburger 'Texterschmiede' propagiert seit einiger Zeit das Konzept einer 'Corporate Language'. Ein eigenständiger 'Stil', gegründet auf einen begrenzten Set von Wörtern und Textbausteinen, soll Unternehmen im sprachlichen Bereich jene erwünschte Unterscheidbarkeit geben, wie sie schon bei der benachbarten Gestaltung, beim 'Corporate Design', unschätzbare Dienste leistet. Wir könnten dann Coca Cola und Pepsi Cola auch durch ihre Sprache identifizieren und auseinander halten. Schöner Ansatz, der zunächst auch ganz plausibel scheint - er kann aber nicht klappen. mehr...

Allgemein

Wir informieren die meisten Menschen NICHT!

31. Mai 2007 | Von Klaus Jarchow
Wie informieren wir andere? Eine simple Frage, scheint es. Jedem fällt sofort aus der Schulzeit eines der einst so beliebten Informationsübertragungsmodelle in der Nachfolge der Kybernetiker Shannon und Weaver ein: Der Sender A verschickt eine Botschaft B über den Kanal C zum Empfänger D, und wenn die Botschaft nicht durch ein »Rauschen« im Kanal gestört wurde, dann sei die Informationsübertragung gelungen. - Ja, Pustekuchen! mehr...

Satzgestalten

Hin und weg!

4. Mai 2007 | Von Klaus Jarchow
Es gibt exzellente Bücher, trotzdem reißt der erste Satz in ihnen noch niemanden vom Hocker. In diese Bücher 'liest man sich ein', bspw. in die Romane von Theodor Fontane oder Stendhal. Es gibt andere Bücher, da schlägt der erste Satz zu wie die große Liebe: Ehe man es sich versieht, ist der Lesesessel zum Reisegefährt geworden und die Imagination trägt uns davon, auch wenn das Buch - das kommt vor - nicht hält, was der erste Satz zu versprechen schien. Einige meiner Favoriten unter diesen Anfängen: mehr...

Stilfiguren

Dickschiffwörterproblemstellungsbeschreibung

26. Februar 2007 | Von Klaus Jarchow
Deutsche Hauptwörter kleben, sobald sie in Kontakt kommen, wie Pech aneinander: Nennen wir diesen Effekt das deutsche Haftwörterpechklebesymptom. Manche Texte, keineswegs nur solche aus Ämtern und Behörden, neigen darüber hinaus dazu, diese einzigartige Fähigkeit der deutschen Sprache zur Selbstüberhöhung zu nutzen, indem sie einfache Sachverhalte zu höchst bombastischen Hauptwörtern zusammenkleistern und ihre Sinngebungsprozessoptimierungsstrategien dabei zu höchst irdisch-ökonomischen Zwecken «aufdonnern». mehr...

Kasperköppe

Unternehmen Sprache

14. Februar 2007 | Von Klaus Jarchow
Keine Produktivkraft wird von Deutschlands Wirtschaft so sehr verachtet wie die Sprache. Noch nicht einmal der Mensch. Zugleich ist kein gesellschaftlicher Bereich so kreativ im Erfinden neuer Wörter. Ein Paradox? Nö - eine Zustandsbeschreibung ... mehr...

Wasserträger

Übersetzungen sind Glückssache …

30. Januar 2007 | Von Klaus Jarchow
... wie aber ein Verlag aus dem Titel "On Writing Well" den Reißer "Schreiben wie ein Schriftsteller" macht, das muss mir erst einmal jemand erklären. Das ist aber der einzige Makel eines perfekten Buches. mehr...

Kasperköppe

Wer schreibt, beschreibt sich

31. Dezember 2006 | Von Klaus Jarchow
Kenntnisse von Grammatik und Stil allein genügen nicht, um ohne Beulen durchs Bloggerleben zu kommen. Wer im Hinterkopf nicht über die nötigen Intellektual-Truppen verfügt, der liefert statt eines Textes eine Selbstoffenbarung. Wie in diesem Fall hier ... mehr...

Wasserträger

Karl Philipp Moritz

29. Dezember 2006 | Von Klaus Jarchow
Es ist schon ein älteres Semester, das ich hier einfach mal vorstelle: Karl Philipp Moritz hat aber einige der besten Texte über Stil und Verslehre geschrieben, die wir Deutschen besitzen, obwohl doch Worte wie Lokomotive, Waschmaschine oder gar iPod in seinem Vokabular noch gar nicht vorkamen. mehr...

Satzgestalten

Ehrenrettung des Adjektivs

27. Dezember 2006 | Von Klaus Jarchow
Wie andere, die über Sprache schreiben, habe auch ich das Adjektiv verdammt. Verführt nicht nur von Schriftstellern wie Mark Twain - «Wenn du ein Adjektiv siehst, dann erschieße es!» - sondern auch von Sprachpäpsten wie Ludwig Reiners - «Kampf dem Beiwort» - oder Wolf Schneider: «Weg mit den Adjektiven!». So absolut formuliert ist dieses Todesurteil sicherlich falsch. mehr...

Stilfiguren

Die äußere Landschaft: Reiseschilderungen

23. Dezember 2006 | Von Klaus Jarchow
Blogs sind voller Reiseerzählungen - allerdings von ganz unterschiedlicher Qualität. Denn wir alle reisen mit Erwartungen los - und die große Kunst besteht darin, dass wir uns in unseren Erwartungen enttäuschen lassen. Nur dann, wenn wir uns auf diese Art öffnen, finden wir am Zielort nicht das Klischee vor, sondern eine ganz neue Realität. Anders ausgedrückt: echte Erlebnisse, von denen wir wiederum in neuen Worten berichten können ... mehr...

Satzgestalten

Adverben verderben

19. Dezember 2006 | Von Klaus Jarchow
Ein harmloses Unkraut - so scheint es: dieses allgegenwärtige Adverb. Eine kaum beachtete Wortart, von der die meisten keine klare Definition liefern könnten. Und doch ist das kleine Adverb eine große Quelle für Gelaber, Wortgeschwalle und Stillosigkeit im Text. mehr...

Kasperköppe

Einfach kompliziert - das!

11. November 2006 | Von Klaus Jarchow
Es gibt Menschen, die brauchen 25 Worte, um «Ja» oder «Nein» zu sagen. Wenn die dann auch noch über Stil schreiben, wird's pfanni ... mehr...

Blogwesen

Authentizität?

7. November 2006 | Von Klaus Jarchow
Wenn Großkommunikatoren sich über den Erfolg von Blogs in unserer Medienlandschaft wundern, dann ziehen sie meist «das Authentische» zur Erklärung heran. Ohne nähere Definition meinen sie damit das «Echtere» und das «Wahrere», das die Blogs beseele. In meinen Augen dagegen pflegen wir in den Blogs nur einen anderen Stil, der keineswegs darin besteht, so zu schreiben, «wie einem der Schnabel gewachsen ist». Um Gottes willen ...! mehr...

Wasserträger

Werkstattberichte

28. Oktober 2006 | Von Klaus Jarchow
Schriftsteller sind diejenigen, die das Instrument der Sprache virtuoser als andere beherrschen. Besonders interessant ist es daher, von ihnen zu erfahren, wie sie schreiben, was ihre Methoden sind, auf welche Probleme im Text sie stoßen. Solche Berichte gibt es leider viel zu wenige. mehr...

Blogwesen

Nehmen Sie abstrakt - dat hebt Ihnen!

12. Oktober 2006 | Von Klaus Jarchow
Das "Denglish" wildgewordener Marketing-Abteilungen ist Teil einer Krankheit, die viel grundlegender ist. Dort wo das Reden ohne zu viel zu sagen zum Berufsbild gehört, im Kommunikationsbereich also, blühen noch viel giftigere Stilblüten. mehr...

Stilfiguren

Anklang finden

8. Oktober 2006 | Von Klaus Jarchow
Alliterationen, Wörter also, die mit dem gleichem Anlaut beginnen, üben auf Menschen einen unwiderstehlichen Reiz aus. Die Alliteration ist darüber hinaus eines der einfachsten rhetorischen Stilmittel, ohne weitere Erfahrung einzusetzen von jedem, der ein Wörterbuch besitzt. Trotzdem gibt es einige Regeln. ... mehr...

Satzgestalten

Silben zählen

26. September 2006 | Von Klaus Jarchow
Das Gesetz der Kürze gilt für Wörter fast noch mehr als für Sätze. Jedes unnötig lange Wort ist ein Hindernis für das Verständnis des Lesers. mehr...

Stilfiguren

Sprachmusik

18. September 2006 | Von Klaus Jarchow
Das Sprechen - auch der innere Monolog beim Lesen - kann uns physisch Vergnügen bereiten. Gleiche Anlaute, Reime, Wiederholungen, das alles sind Dinge, die keineswegs unwichtig sind, sondern ein Königsweg, um Leser durch Sympathie zu gewinnen mehr...

Stilfiguren

Stil ist ganz einfach

12. September 2006 | Von Klaus Jarchow
Wenn Laien an ihrem Stil feilen, dann beginnen sie zu «künsteln»: Sie reden so, wie sie sonst nie reden würden. Dabei käme alles darauf an, dem individuellen Sprachgebrauch «Stil» zu geben: Durch Kürze, Genauigkeit und einen einfachen, präzisen Ausdruck - unter Verzicht aufs Ornament. mehr...

Satzgestalten

Wenn Sätze unter Maulsperre leiden

8. September 2006 | Von Klaus Jarchow
Der deutsche Satz verstößt gegen international übliche Regeln. Vor allem die Endstellung des Verbs kann die Lektüre in eine Form der Gedächtnisakrobatik verwandeln, mit der wir unsere Leser nicht überfordern dürfen. mehr...

Wortgewalten

Vielschreiber sind Stilschreiber

1. September 2006 | Von Klaus Jarchow
Manche Blog-Hütten stehen tagelang leer. So schaffen wir nicht nur verkehrsberuhigte Zonen im Internet, wir richten so ganz nebenbei auch unseren Stil zu Grunde: Nulla dies sine linea - kein Tag ohne Zeile. Rhetorisch übrigens eine Litotes, eine doppelte Verneinung zu untertreibenden Zwecken. mehr...
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