besser Wisser
Montag morgen oder Montagmorgen
Ob nun „Montagmorgen“, „Montag morgen“, Montag Morgen“ oder „montagmorgen“: Die anhaltende Verwirrung durch die Rechtschreibreform macht auch vor Tageszeiten nicht halt. Dabei hat sich hier nicht einmal allzuviel geändert.
Keine Frage, das Groß- und Kleinschreiben von Tageszeiten und Wochentagen ist schwierig und nicht durchgängig gleichmäßig. Beide sind sowohl als Adverbien und als Substantive denkbar, je nach der Anwendung.
Generell gilt, dass Tage groß geschrieben werden, wenn sie den Adverbien gestern, heute, vorgestern, morgen und übermorgen folgen. Diese Zeitadverbien werden klein geschrieben, es sei denn sie geben die Tageszeit an, also „der Morgen“ und „das Heute“, wodurch sie Substantive werden. Auch die Tage selbst werden als Substantive mit oder ohne ihrem Artikel oder einem Adverb verwendet und dann groß geschrieben.
Die richtige Rechtschreibung von Montagmorgen
Die Tageszeit an einem bestimmten Wochentag ist somit also auch ein Substantiv und wird zusammen und groß geschrieben. Es ist „der Montagmorgen“, der Morgen am Montag. Wird „morgens“ und „montags“ verwendet, handelt es sich wieder um Zeitadverbien. Es hieße dann wieder „montagmorgens“. Eine Version, in der „Montag morgen“ richtig ist, gibt es hingegen nicht. Es müsste dann „morgen, am Montag“ heißen, „Montag morgens um neun Uhr“, „jeden Montag, immer morgens“ oder ähnliche Konstellationen.
Da es sich bei „Montagmorgen“ um eine sehr konkrete Bestimmung einer Tageszeit an einem bestimmten Wochentag handelt, wird es zusammengeschrieben und als Substantiv ist es darüber hinaus auch nur groß richtig.

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